Sunndach an der Platt'


3. Sunndach an der Platt' in Hatzenport 2017 - mit dem aktuellen Stand der Dorferneuerung

Hatzenporter Bürger mischen mit:

Das war ein Stück Aufbruch.

Es bewegt sich etwas in Hatzenport. Nur so ist erklärbar, dass 130 von 600 Bürgern zur  Informationsveranstaltung der Gemeinde, zum dritten Mal unter dem Motto „Sunndach an der Platt“, am 29.Januar in die Hatzenporter Theaterhalle kamen. Da,  wo üblicherweise der Theaterverein Ende des Jahres seine glänzenden Vorstellungen anbietet, wurde präsentiert, diskutiert, um Standpunkte gefochten und Meinungen ausgetauscht.

Ortsbürgermeister Albrecht Gietzen informierte über aktuelle Themen der Gemeinde, er dankte Michael Fasshold für die Bereitstellung der Halle und forderte zu einer kritischen Auseinandersetzung mit den angebotenen Themen auf. Petra Thilmann-Rische vom Dorfmoderationsteam stellte einige der Aktivitäten des letzten Jahres vor: Die Friedhofsumgestaltung, die Dorfbegrünung, die Kinderrallye, das Projekt Hatzenporter Hof, das Vereinsmagazin. Renate Woiwot berichtete über die Arbeit der Ehrenamtsbörse und lud die Bürger ein, diese weiter zu nutzen.

Einen breiten Raum nahm die Vorstellung der beiden Ideen ein, wie das Dorf künftig die Grundversorgung der Menschen, die Kommunikation der Bürger untereinander und auch die Betreuung der vielen Gäste, die vor allem die Wanderwege nutzen, realisieren will. Irmgard Schröder präsentierte das  gemeindliche Projekt  des „Hatzenporter Hofes“ vor. Dieses Konzept, erwachsen aus der Dorferneuerungsarbeit seit 2013, zeigt die Chance der Dorferneuerung  mit Blick auf einen zukunftsfähigen und  lebenswerten Ort dar. Allerdings sei das Projekt nur umzusetzen, wenn eine breite Mehrheit der Bevölkerung zustimmt und sich aktiv beteiligt.Ulrich Krompass erläuterte die Idee der „Hatzenporter Mitte“. Seine Überlegungen seien auch ein  Anstoß, die Bürger danach zu fragen, was sie in Zukunft  mittragen wollen.

Ausführlich informierte Ortsbürgermeister Gietzen über die Zuschussmöglichkeiten  des Projektes „Hatzenporter Hof“ und  über die gestellten Zuschussanträge. Gietzen machte deutlich, dass es nur bei einer bestimmten Höhe der Förderung eine Realisierungschance gibt. Eine Bürgerbefragung gebe Aufschluss über die Fortführung des Projektes, ehe es zu einer Entscheidung kommt.

Die Diskussion zu diesem Thema war eine lebendige, in die Tiefe gehende und außerordentlich sachliche. Am Ende war klar: „Es muss etwas in Hatzenport passieren“. In diesem Punkt gab es einen breiten Konsens.

Ein besonderer Höhepunkt war an diesem Sonntagmorgen die Vorstellung des neuen Vereinsmagazins „Ohsa Hatzepott 2017“. Moritz Ibald vom Dorfmoderationsteam hatte die Idee, die er mit Hilfe von Isabell Tebruck umsetzte. Die Schrift beschreibt alle Vereine des Ortes, ihr Wirken in der Gemeinde, stellt die handelnden Personen vor und gibt einen terminlichen Überblick über das, was in diesem Jahr seitens der Vereine geschieht. Bürgermeister Gietzen dankte allen Initiatoren, vor allem Moritz Ibald. „Das ist ein großartiger Beweis für die Vielfalt unseres Vereinslebens“, sagte er. Hatzenport könne stolz sein auf seine Vereine und auf diese neue Information.

Es war eine bemerkenswerte Zusammenkunft der Hatzenporter Bürger. Sie waren nicht allein wegen des leckeren Debbekooche gekommen, sondern sie wollten für ein Stück Aufbruch sorgen. Das scheint gelungen.


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2017_01 Einladungsflyer zum 3. Sunndach an der Platt'
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2. Sunndach an der Platt' in Hatzenport 2016 - Informationen zum Stand der Dorferneuerung

Nach dem schönen und interessanten Dorfmoderationstag im Vorjahr hatte das Moderationsteam den 2. Informationstag "Sunndach an der Platt" organisiert.

Es lohnte sich für Hatzenporter Bürger und Interessierte, am 21.02.2016 um 11 Uhr in der Alten Abfüllhalle zu erscheinen. Neben der umfassenden Information über den Stand der Dorferneuerung konnten den Besuchern wiederum viele Debbekoche mit Apfelmus, dazu Hatzenporter Wein, Apfelwein und andere Getränke, angeboten werden.

Nach Begrüßung der Gäste und der Hatzenporter Einwohner durch Ortsbürgermeister Albrecht Gietzen informierte Irmgard Schröder über die Aufgaben des Moderationsteams und über die Aktivitäten des Dorfmoderationsteams im vergangenen Jahr. Dazu gehörten vor allem der Start der Ehrenamtsbörse mit der Anlaufstelle bei Mandy Hentschel, der Einsatz der Hatzenporter Platt' auf dem Dattel und beim Sunndach an der Platt', und die Konzeptentwürfe zum Leerstand, zur Friedhofsgestaltung und zum Hatzenporter Hof.

Eva-Maria Bach und Albrecht Gietzen stellten in Dialogform die letztgenannten Konzeptentwürfe anhand der Skizzen, Zeichnungen und Darstellungen an den Moderationswänden vor. Unmittelbar dazu konnten die Bürger ihre Fragen formulieren oder Anregungen einbringen.

Das Moderationsteam zeigte sich offen für weitere Ideen und Gespräche. Von Belang waren beispielweise Nachfragen bei den älteren Mitbürgern, wie wohl Hatzenporter Flurnamen oder Quartiersnamen wie Bös, Schweiz oder Auf dem Spähnel, Auf dem Dolling zustandekamen.

Eine interessante und mustergültige Erklärung lieferte Hans-Peter Schössler auf die Frage, wie der Dattel zu seinem Namen kam: Seine Nachforschungen auf eigenem Grund und Boden lassen nur den Schluss zu, dass ein Herr Dattel dort im 16. Jahrhundert sein Auskommen hatte!

Nachdem die rund sechzig Besucher aufmerksam den Erläuterungen gefolgt waren, unterhielten sie sich angeregt beim Mittagessen an der Platt‘ und noch einige Zeit danach über die Hatzenporter Neuigkeiten.


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2016_02_21 Flyer zur Veranstaltung
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