Planung des Projektes


Die Jahre 2015/2016 waren geprägt von der Umsetzung des inhaltlichen Konzeptes in das Infrastrukturprojekt. Dazu waren vor allem die Standortfrage und die bauliche Umsetzung die vorherrschenden Fragen.

Die zunächst vorgesehene Planung IN der Industriehalle Pauly-Rath erwies sich laut ADD als nicht umsetzbar.

Danach erfolgte auf Vorschlag der ADD ab 2017 eine Umplanung am Standort der Industriehalle, nachdem andere Standorte nicht infrage kamen. Diese mündeten in einen neuen Förderantrag 2018.

Eine erneute Bürgerbeteiligung in Briefwahlform im Januar 2019 führte zu einem ablehnenden Bescheid (Mail) von Minister Lewentz.


14.02.2019

Erneute Ablehnung

Auszug aus der Mail von Minister Lewentz:

 


12.04.2017

Förderantrag der Ortsgemeinde wird erstmals abgelehnt

In der letzten Sitzung des Ortsgemeinderates vom 06.04.2017 hat der Ortsbürgermeister den Ortsgemeinderat darüber informiert, dass der im Juli 2016 gestellte Förderantrag „Hatzenporter Hof“ in diesem Jahr keine Bewilligung erfahren wird.

Der Arbeitskreis Hatzenporter Hof hatte sich vor rund 2 Jahren aus dem Arbeitskreis Grundversorgung der Dorfmoderation entwickelt. Er hat sich zunächst die Aufgabe gestellt, die in der Bürgerschaft gewünschte Verbesserung der Versorgungssituation anzugehen. Der Arbeitskreis beschäftigte sich intensiv mit diesem Thema und ergänzte seine Konzeption um multifunktionale Räume, die die Interessen und Wünsche aus Vereinen und Bürgerschaft kombinieren soll. Kontakte mit Dienstleistern und Lieferanten rundeten die Kontakte ab, mit denen der Arbeitskreis dann an die Baukonzeption ging. Um in der alten Pauly-Industriehalle auch Raumreserven für den Wagenbau zu erhalten, entschied sich der Arbeitskreis auch unter Berücksichtigung eines Kostenvergleiches dafür, die Konzeption „Hatzenporter Hof“ in der Industriehalle zur Förderung vorzuschlagen. Basis der Kostenkalkulation war ein schlüsselfertiges Angebot der Fa. HS Hallensysteme, die selbst auch ausgezeichnete Referenzen aufweisen kann.

Genau dieses Projekt wurde auch Ende Januar im „Sunndach an der Platt“ unter riesiger Beteiligung der Bevölkerung vorgestellt.

In einem umfangreichen Termin bei der ADD Trier in der 2. Märzwoche wurde dort das Projekt noch einmal intensiver als im Förderantrag dargestellt präsentiert. Das Konzept stieß auf Zustimmung. ADD wie auch das letztendlich entscheidende Innenministerium wiesen aber klar darauf hin, dass aus mehreren Gründen heraus keine Förderung eines Umbaus der Industriehalle für ein Dorferneuerungsprojekt möglich ist.

 

1. Die Förderbehörde hat große Bedenken, dass es bei einem Innenausbau der sanierten Stahlbauhalle und entsprechender Beheizung auch zu technischen Problemen mit dem Altbestand kommen kann.

2. Da aufgrund der geräumigen Innensituation der Halle der Arbeitskreis die Raumflächen auch recht großzügig geplant hatte, werden Bedenken bezüglich der Unterhaltungskosten für die Industriehalle als weiterer Grund vorgetragen.

3. Unter ständiger Beobachtung des Rechnungshofes sieht die Förderberhörde die Gefahr, dass die Sanierung und Umnutzung des vorhandenen Gebäudes 80% der Kosten eines Neubaus übersteigen könnte. Somit würde eine Förderung auch Verwaltungsrichtlinien widersprechen.

4. Die Dorferneuerung beschäftigt sich und fördert regelmäßig die Erhaltung und Sanierung dorferneuerungswürdiger Bausubstanz. Dies ist der Industriehallenbau der 70er Jahre natürlich nicht. Da hilft auch nicht weiter, dass eine Umsetzung des Projektes den vorhandenen Bau natürlich mehr als markant optisch aufwerten würde.

Rainer Hub von der ADD, der die Ortslage von Hatzenport seit vielen Jahren kennt, bezeichnet die Industriehalle gar als städtebaulichen Missstand.

 

Der Arbeitskreis hat dieses frustrierende Ergebnis zur Kenntnis nehmen müssen.

Positiv war im Trierer Termin zu vermerken, dass man schon gerne einen Zweckbau mit einer solchen Konzeption fördern möchte und dafür dann auch, eigentlich ausnahmsweise wie auch in Bremm, ein Neubau in Frage kommen würde. Empfohlen wurde der Ortsgemeinde dringend, noch einmal die Flächengrößen der einzelnen Nutzungsbestandteile zu überprüfen und weitere Schwerpunkte einer Fördermaßnahme in den Nutzungen durch die Ortsvereine zu sehen.

Die jetzt anstehende Bewertung des Förderantrages Hatzenport Hof berührt die Grundbedingungen unseres Zusammenlebens in Gemeinde und Vereinen unmittelbar und intensiv. Nunmehr muss zwischen Arbeitskreis, Vereinen und dem Rat die neue Situation erörtert und nach Lösungen gesucht werden, die sowohl den Vereinsaktivitäten als auch den im Arbeitskreis zusammengetragenen wichtigen Struktureinrichtungen eine bauliche „Heimat“ bieten. Eine mehr als schwierige Aufgabe. Ein erstes Treffen hierzu ist für den 13.04.2017 anberaumt.